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Ursachen für eine Schwerhörigkeit

Hörminderungen können viele verschiedene Ursachen haben. Vererbung, eine Erkrankung des Gehörapparates sowie natürlich Lärm und das Alter gehören dazu. Aber auch Medikamente, Rauchen und Alkohol können eine Schwerhörigkeit auslösen.

Viele Hörminderungen sind auf einen durch Cerumen (Ohrschmalz) verstopften Gehörgang zurückzuführen. In diesem Fall ist eine gründliche Reinigung des Gehörgangs zumeist ausreichend, um wieder besser zu hören.


Schädigung der Sinneszellen

In etwa 90 % der Fälle entsteht eine Schwerhörigkeit durch eine Schädigung der Sinneszellen im Innenohr. Die Betroffenen hören hohe, leise Töne schlechter, die Signalübertragung vom Ohr ans Gehirn ist gestört. Dadurch werden zudem Konsonanten nicht mehr gut gehört und Gesprochenes kann daher nicht mehr verstanden werden. Da die Schädigung der Sinneszellen bei altersbedingter Schwerhörigkeit meistens langsam vor sich geht, bemerken Betroffene selten sofort, dass sie schlechter hören. Die Sinneszellen im Gehör können zudem von Luftdruckveränderungen, z.B. im Flugzeug, Schnellzug oder beim Tauchen, geschädigt werden.


Lärm ist die häufigste Ursache

Eine der Hauptursachen für das Entstehen von Hörminderungen ist Lärm. Sowohl eine Dauerbelastung, als auch eine kurzzeitige Extrembelastung des Gehörs kann zur Schwerhörigkeit führen. Übrigens: Lärm kann sich auch auf weitere Organe auswirken! Mögliche Folgen sind Bluthochdruck, Herz-, Magen- und Darmprobleme, Muskelverspannungen und vieles mehr.


Altersbedingte Schwerhörigkeit

Mit zunehmendem Alter nimmt das Hörvermögen bei praktisch Jedem ab; eine altersbedingte Schwerhörigkeit zu haben, ist also ganz normal. Die meisten Menschen bemerken eine Altersschwerhörigkeit zwischen dem 55. und dem 65. Lebensjahr.


Vererbung von Schwerhörigkeit

Eine Hörminderung kann auch erblich bedingt sein. Wenn es in Ihrer Familie bereits Fälle von Schwerhörigkeit gab, steigert sich die Wahrscheinlichkeit einer Vererbung. Diese Art der Hörminderung ist daher häufig der Grund für Schwerhörigkeit bei Kindern.


Viren, Bakterien und Entzündungen können einen Hörverlust auslösen

Dass Entzündungen in den Ohren die Funktion des Gehörs beeinträchtigen können, ist ein naheliegender Gedanke. Aber auch Erkrankungen wie z.B. Scharlach, Masern oder Meningitis können eine Hörminderung auslösen. Neben viralen und bakteriellen Erkrankungen ist auch eine Otosklerose, welche die Bewegung der Gehörknöchelchen beeinträchtigt, eine weitere mögliche Ursache.


Medikamente, Rauchen und Alkohol

Rauchen schädigt nicht nur die Lunge, der Konsum von Zigaretten und Co. kann zudem die Funktionen des Gehörs beeinträchtigen. Dasselbe gilt für übermässigen Alkoholgenuss sowie für die Nebenwirkung einiger Medikamente.


Hörsturz

Ein Hörsturz kann eine geringe Schwerhörigkeit zur Folge haben oder sogar bis zur vollständigen Gehörlosigkeit führen. Dabei ist der Verlauf sehr unterschiedlich – in jedem Fall sollten Sie schnellstmöglich einen Ohrenarzt aufsuchen.