Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln

12 Vorurteile über Hörgeräte

Zu gross, zu teuer, zu unkomfortabel? Nein, moderne Hörgeräte sind besser als ihr Ruf

Hörgeräten werden immer noch Skepsis und zahlreiche Ressentiments entgegengebracht. Dabei hat sich die Hörgerätetechnologie in den letzten Jahren in beachtlicher Weise weiterentwickelt - von als "Hörknochen" verschrienen Modellen kann längst keine Rede mehr sein. Lesen Sie hier die Top 12 der gängigen Vorurteile über Hörgeräte und die passenden Gegenargumente.

1 – Hörgeräte sind unpraktisch und hässlich

Oh nein, diese Zeiten sind vorbei - das Tragen eines Hörgeräts bedeutet längst keinen Makel mehr. Der heutige Stand der Technik erlaubt es, Hörhilfen im Kleinstformat zu produzieren. Auf dem Markt sind Mini-Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte und nahezu unsichtbare Im-Ohr-Hörgeräte zu finden, die wahre technische Wunderwerke sind. Auch das Design hat sich über die Jahre verändert: Statt des klassischen Beige sind mittlerweile poppige Farben en vogue, die die kleinen Hörgeräte zu regelrechten Modeaccessoires machen. All diese Faktoren führen dazu, dass Hörgeräte heutzutage mit viel Selbstbewusstsein getragen werden. Unpraktisch und hässlich? Das war gestern!

2 – Ein Hörgerät lohnt sich nur bei einer starken Hörminderung

Eine Hörminderung ist ein schleichender Prozess, der nicht von heute auf morgen auftritt. Bedenken Sie, dass schon als schwerhörig gilt, wer das Ticken einer Uhr nicht mehr wahrnehmen kann. Wenn Sie Unterhaltungen in einer Gruppe oder bei Hintergrundgeräuschen (wie in einem Restaurant oder auf der Strasse) nur schwer verfolgen können oder Sie Ihre Lieblingsmusik nicht mehr so intensiv erleben wie früher, ist es sehr wahrscheinlich, dass bei Ihnen bereits eine Hörminderung vorliegt. Besonders gefährlich: Wird eine Hörminderung nicht behandelt, stellen sich sukzessive Folgen wie ein Verlust der allgemeinen Wahrnehmungsfähigkeit ein, an die sich eine regelrechte Isolation von Ihrem sozialen Umfeld anschliessen kann. Wir empfehlen daher einen regelmässigen Hörtest, den Sie in unseren Amplifon Fachgeschäften kostenlos durchführen lassen können.

3 – Erst im Alter ist ein Hörgerät notwendig

Die Gleichung "Hörgerät = alt" geht nicht mehr auf. Durch Umwelteinflüsse oder mangelnden Gehörschutz bei handwerklichen Arbeiten, auf Livekonzerten o.Ä. ist Schwerhörigkeit auch immer häufiger bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen festzustellen. Insgesamt sind unter den von Hörverlust betroffenen Menschen weltweit rund zwei Drittel unter 64 Jahre alt. Analog zu dieser neuen und technikaffinen Zielgruppe haben sich die modernen Hörgeräte weiterentwickelt. Modelle mit Fernbedienung, Blue-Tooth- oder Smartphone-Schnittstellen (wie zum Beispiel dem Apple iPhone) und weiteren Features zählen heute bereits zum Standard.

4 – Hörgeräte sind so teuer, dass ich sie mir nicht leisten kann

Wie bei allen hochwertigen technischen Geräten gibt es auch bei Hörgeräten Modelle in verschiedenen Preisklassen. Schon die günstigste Kategorie verfügt über eine solide und gute Grundausstattung. Zudem besteht die Möglichkeit einer Finanzierung oder Kostenübernahme . Die Amplifon Hörgeräteakustiker in Ihrer Filiale vor Ort sowie Ihre Sozialversicherung beraten Sie gern über mögliche Zuschüsse.

5 – Ich bin nur auf einem Ohr schwerhörig - also reicht ein Hörgerät

Umgebungsgeräusche erreichen unsere Ohren aus allen Richtungen, werden durch unser räumliches Hörvermögen sortiert und an das Gehirn weitergeleitet. So können wir Töne und Geräusche richtig orten und uns in unserer Umwelt sicher bewegen. Dieses räumliche Hörvermögen ist bei einem Hörverlust gestört und sollte so gut wie möglich rekonstruiert werden - und das funktioniert nur mit zwei Hörgeräten. Nutzen Sie eine kostenlose Testphase um zu erleben wie gut Sie mit zwei Hörgeräten Ihre Umwelt wahrnehmen.

6 – Mit einem Hörgerät kann ich sofort wieder perfekt hören

Zugegeben: ganz so ist es nicht. Schliesslich ist ein Hörgerät ein technisches Meisterwerk, das nur nach einer individuellen Anpassung perfekt arbeitet. Auch das Hörzentrum Ihres Gehirns wird einen Lernprozess durchlaufen, da es nun viele Töne und Geräusche verarbeiten muss, die es ohne Hörgerät gar nicht mehr wahrgenommen hat. Schon das Ticken einer Uhr kann im ersten Moment sehr ungewöhnlich klingen. Planen Sie daher wenigstens eine Woche Gewöhnungszeit und ca. drei Besuche bei Ihrem Hörgeräteakustiker ein - erst dann wird Ihr neues Hörgerät ideal auf Ihre Bedürfnisse eingestellt sein.

7 – Ein Hörgerät pfeift ständig

Technische Probleme wie ein störendes Pfeifen treten häufig bei Hörgeräten älterer Bauart auf. Ursache ist eine fehlerhafte Verstärkung des akustischen Signals, das aus dem Gehörgang austritt und vom Hörgerät erneut verstärkt wird. Resultat ist eine Rückkopplung, die das lästige Pfeifen auslöst. Das technische Level moderner Hörgeräte ist weitaus höher: Hier sorgt ein sogenannter "Rückkopplungsmanager" dafür, dass kein Pfeifen entsteht.

8 – Hörgeräte verfälschen die Umgebungsgeräusche massiv

Die Zeiten, in denen es bei Hörgeräten nur die Wahl zwischen "An" und Aus" bwz. „laut“ und „leise“ gab, sind glücklicherweise vorbei. Moderne Modelle bieten besten Komfort für Ihre individuellen Bedürfnisse: eine exakte Lautstärkeregelung, die Anpassung an jede Art von Hörminderung, das Ausblenden bzw. Überlagern von Umgebungsgeräuschen und viele Funktionen mehr. Im Rahmen des Nachsorgeangebots „AmpliService “ stehen Ihnen gern unsere Hörgeräteakustiker zur Verfügung, um Ihr Hörgerät perfekt zu justieren.

9 – Ein Tinnitus lässt sich nicht mit einem Hörgerät „ausschalten“

Ausschalten vielleicht nicht - aber deutlich mindern! Haben Sie schon von „Noisern“ gehört? Diese vom Hörgeräteakustiker exakt angepassten Hörgeräte senden einen gleichmässigen Ton aus, der dem Ohr hilft, einen Tinnitus regelrecht zu „überhören“. Dieser Ton spricht alle Frequenzbereiche Ihres Gehörs an - so werden insbesondere die als besonders störend empfundenen Tinnitus-Spitzen merklich gelindert. Übrigens: Noiser sind auch für Personen ohne Hörminderung geeignet, um den Tinnitus erträglicher zu machen.

10 – Das einmalige Anpassen eines Hörgerätes ist ausreichend

Das ist leider nicht korrekt. Eine regelmässige Anpassung (beispielsweise der Ohrpassstücke) durch den Hörgeräteakustiker ist unbedingt nötig, da das Ohr im Verlauf des Lebens ständig weiter wächst. Nur so ist die volle Funktionsfähigkeit Ihrer Hörgeräte gewährleistet. Die regelmässigen Termine bei Ihrem Hörgeräteakustiker gehören zum Service-Angebot bei Amplifon.

11 – Ein Hörgerät kann ich nicht zur Probe tragen

Selbstverständlich können Sie das - und zwar kostenlos! Bei Amplifon sind wir überzeugt davon, dass Sie Ihr Hörgerät nur in Ihrer natürlichen Umgebung - zu Hause, bei einer Feier, im Job - richtig testen können. Lernen Sie Ihr Hörgerät und seine verschiedenen Funktionen während dieser Testphase kennen und geniessen Sie die neuen Klangerlebnisse.

12 – Mit einem Hörgerät kann ich nicht telefonieren

Wenn Sie mit einem Hörgerät ein schnurloses Telefon zum Telefonieren benutzen, kann es unter Umständen zu einer wie unter Punkt 7 beschriebenen Rückkopplung kommen,- ein äusserst unangenehmes Pfeifgeräusch ist die Folge. Gut, dass es mittlerweile technische Hilfsmittel gibt, die das Telefonieren mit einem Hörgerät zum Vergnügen machen. Ein mit Telefon und Hörgerät drahtlos verbundener Sender erzeugt genau die richtige Frequenz für ein Telefonat ohne lästiges Pfeifen. In unseren Amplifon Fachgeschäften beraten wir Sie gern.